AAPK

Unterstützen Sie unsere Entwicklungsprojekte
in der Region Walungu des südlichen Kivu!

2

   AAPK

   

EN   

  FR 

  NL 

 

 


Tam-Tams aus Kivu

Das Gesuntheitssystem - Juni 2006

Um von Europa aus den Süd-Kivu zu erreichen nimmt man das Flugzeug bis Kigali (Rwanda) und dann geht es über den Landweg von Kigali nach Bukavu (DR Congo). Zunächst ist die Straße asphaltiert, links und rechts finden wir Dörfer mit " festen " Hauskonstruktionen, um dann auf einen Weg zu geraten der dem Fahrer alles abverlangt. Dieser Knüppeldamm ist rutschig, matschig und Hindernisse versperren oft den Weg. Wer hier das erste Mal ankommt, der wundert sich wie in dieser Region in Auflösung Menschen arbeiten, eine Familie gründen, Kinder großziehen, kurzum: Wie sie hier leben können! Die Menschen hier sind auf ihr Improvisationstalent angewiesen.

In diesem Auflösungsprozess bestehen trotzdem noch einige Strukturen. Die katholische Kirche, mit ihren Seminaren und Aktivitäten, bietet ein Bild des Lebens. In Goma, finden in der Kathedrale Sonntags drei Gottesdienste mit einigen Tausend Gläubigen statt, die Gottesdienste dauern jeweils zwei bis drei Stunden! Die Kirche wirkt hier friedensstiftend und hat auch einen Einfluss auf den Gesundheitssektor.

Das Gesundheitssystem ist noch ein Erbe der Kolonisation. Gezwungenermaßen hat es sich den heutigen Umständen angepasst: Durch die Schwierigkeiten, die das desolate Straßensystem den Bewohnern auferlegt, sind sie hundertprozentig auf das bestehende Gesundheitssystem angewiesen. Das Krankenhaus von Walungu, das Kernstück unseres NGO, betreibt aktiv seine Gesundheitszentren (um die 15) und seinen Gesundheitsdistrikt (3 Zonen). Während meines Besuchs wurde ein Gesundheitszentrum eines Dorfes wiedereröffnet und stellte den Antrag auf Aufnahme in die Gesundheitszone. Ein Besuch wurde durch den Leiter der Gesundheitszone, Dr Musafiri organisiert und alle Genehmigungen für den Bau erteilt. Nach einer Einschätzung der bereits durchgeführten Arbeiten und der Durchführung eines vorläufigen Gebäudes in Holz wurden die Genehmigungen für weitere Bauten durch den örtlichen Rat erteilt und bekanntgemacht. Wir verließen das Dorf anschließend unter dem Jubel der Bevölkerung und begleitet von traditionellen Gesängen.

Das Gesundheitssystem ist also dezentralisiert; es wäre schade, wenn diese funktionierende Struktur eines Tages (sollte dann ein funktionierendes Wegesystem bestehen) einer Rezentralisierung zum Opfer fiele. In Erwartung dieser besseren Zeiten hofft die Bevölkerung zur Zeit auf die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen.

Danke Ihnen allen für ihre Hilfe, die es ermöglicht dieses Gesundheitssystem aufrechtzuerhalten.

Danke auch für das Interesse, das Sie alle diesem Land, dieser Region und den Menschen dort entgegenbringen !


Neuigkeiten

Helfen

Kontakt

Home