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Tam-Tams aus Kivu
Nahrungssicherheit
- Juli 2008
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Mai und Juni ist
Erntezeit. Bohnen, Sorgho, Mais und Soja werden auf den im Februar ausgesäten
Feldern geerntet. Trotz steigender Verschmelzung der Jahreszeiten ist dies der
Jahresplan, der hier das auf Landwirtschaft ausgerichtete Leben bestimmt.
Am Fusse der Hügel, in den feuchten Gegenden, wird Gemüse angebaut. Es handelt
sich meistens um Möhren, Zwiebeln, Kohl und Auberginen.
Die zwei Hektar Land, die von unserem Partner, der Organisation zur Ländlichen
Entwicklung, verwaltet werden, sind gemeischaftliche Felder; sie werden von
allen Mitgliedern bewitschaftet. Nach der Ernte erhält jede Familie sein Anteil,
der Rest wird in den Speichern aufbewart und dient für die nächste Ausaat im
September. Der Überschuss wird verkauft um neue landwirtschaftliche Geräte
anschaffen zu können.
Die Getreidemühle von Irongo, welche vor ein paar Monaten eingeweiht wurde,
funktionniert sehr gut und immer mehr Kundinnen aus der ländlichen Umgegend
benutzen sie. Das gemahlene Mehl ist von guter Qualität und erlaubt eine
Diversifizierung der Ernährung.
Die Basisnahrung ist weiterhin der Maniok. Die "Mamas" bereiten eine
Art zusammengerollten Teig her, der dort "fou-fou" genant wird. Sie
begleiten diese Nahrung mit Gemüse und manchmal mit etwas Fleisch oder
Kleinfisch.
Die Entwicklung der Kleinzucht (Kaninchen, Ziegen, Hühner, Meerschweinchen) ist
neben der Unterstützung des Anbaus eine unserer zusätzlichen Hilfen. Die
gezüchteten Tiere erlauben sowohl die Ernährung der Famille als auch die
Produktion von etwas Dünger für die Felder. Die Tiere werden den Menschen dort
zur Zucht ausgeliehen : eine Famillie erhält ein Paar, nach der Reproduktion
gibt die Familie ein Paar zurück, welchen an die nächste Familie
weitergeliehen wird, und dies bis alle Mitglieder etwas Vieh besitzen. Diese Form der Unterstützung der Viehzucht ist
vielversprechend.
Mit Hilfe der AAPK wurde eine kleine Kantine neben der Mühle errichtet und fungiert als örtliches Lebensmittelgeschäft. Dort werden Basisprodukte verkauft, unter anderem Zucker, Salz, Mehl und Seife. Man muss wissen dass der nächste Laden 12 Kilometer entfernt ist!
Alle diese Aktionen, welche zusammen mit Aus- und Weiterbildung in Basistechniken wie Anbau, Konservierung, Viehzucht, und Verwaltung geschehen, haben als Ziel das Lebensniveau der Bevölkerung zu verbessern. Man nennt dies "Nahrungssicherheit und Entwicklung". Es geht darum, das Leben der Menschen im Südkivu zu erleichtern, ihre Nahrung zu verbessern und die Bewohner selbstständig zu machen.
Dies sind die Projekte, die Sie mit Ihrer Grosszügigkeit fördern.
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