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Tam-Tams aus Kivu

Bilder von kleinen Kindern - Dezember 2006

Entwicklungsländer kennzeichnen sich besonders durch die Jugend ihrer Bevölkerung aus. Eine Herde von Kindern begleitet Sie unweigerlich bei jedem Besuch im Dorf oder in den dezentralen Gesundheitszentren, die vom Krankenhaus FSKi von Walungu abhängen.

Vor Schulbeginn sind die Wege von kompakten Schülerreihen umsäumt. Etwas später wird der Schulhof zum Fußballfeld für diese jungen Kinder, die Ihnen entgegenlaufen, um Kontakt mit dem fremden Besucher aufzunehmen.

Wie in vielen Entwicklungsländern, zeigt die Bevölkerungspyramide in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) eine Demographie die fest auf ihrer Basis steht, und dies im Gegensatz zum Ungleichgewicht, das die industrialisierten Länder kennzeichnet, deren aktive Bevölkerung demnächst abnehmen wird.

Das Bild von Jugend und Empfangsfreudigkeit verbirgt allerdings auch weniger erfreuliche Tatsachen. Von den zahlreichen Schwangerschaften und deren Risiken einmal abgesehen, verrichtet die kongolesische Frau oft die Arbeit in den Feldern zusätzlich zur Kindererziehung. Die Säuglingssterblichkeit bleibt sehr hoch, hauptsächlich wegen mangelnder Betreuung während der Schwangerschaft und ungenügender Hygiene bei der Geburt. 

In der DRK riskiert ein Kind von fünf wegen Infektionen der Atemwege vor 5 Jahren zu sterben, eine erschreckende Statistik! Man hört sehr oft festsitzender Husten von jungen Kindern, die noch im Rücken der Mutter oder der ältern Schwester hängen. Mangels Medikamente, und besonders wegen fehlender Basisbehandlung, sind die Lungen mit Schleim besetzt und die Infektion nimmt die Überhand, was viel aufwendigere Mittel nötig macht, die oft nicht vorhanden sind oder nicht bezahlt werden können. In Europa kennen die Eltern die Atmungs-Physiotherapie : mit einfachen Bewegungen kann man den Abtransport des Schleims herbeiführen und so die Atemwege befreien. Dies garantiert eine bessere Prävention der Pneumonie. Man könnte ein sehr nützliches Projekt auf die Beine setzen, welches den afrikanischen Müttern lernen würde, diese einfachen aber lebensrettenden Bewegungen auszuführen. Ist Physiotherapie wirklich ein Luxus in den Entwicklungsländern ? Wir sind dabei, uns Gedanken über diese präventive Ausrichtung zu machen.

Zum Jahresende, der Zeit die viele Kinder in der Welt mit Ungeduld erwarten, möchten wir Ihnen für die kontinuierliche Hilfe danken, welche Sie dieser besonders im Gesundheitssektor bedürftigen Gegend zukommen lassen.

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