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Tam-Tams aus Kivu
Landwirtschaftliche Mikroprojekte
- Dezember 2007
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Im Krankenhaus
von Walungu wartet eine Frau darauf, Ihr Kind zur Welt zu setzen. Trotz ihrer
Schwangerschaft sieht Sie sehr abgemagert aus. Wird sie fähig sein, ihr Baby zu
ernähren ? Das Nahrungsproblem stellt sich übrigens für alle eingelieferten
Patienten : eine gesicherte Ernährung ist für die Gesundheit unumgänglich.
Deshalb hat unsere NRO jetzt begonnen, in der Region Walungu Mikroprojekte im
Bereich Landwirtschaft zu unterstützten.
Hier erste Resultate des Pilotprojekts Neue Maniokmühle. Die Einweihung der
Anlagen hat vor kurzem stattgefunden.
Es ist Mittag und die Sonne steht an ihrem Höhepunkt. Im kleinen Dorf Irongo,
drei Stunden zu Fuß von Walungo entfernt, wird heute gründlich gefeiert. Nach
drei Monaten Arbeit ist die Mühle jetzt fertig, sie ist leistungsfähig,
funktionell und gut hinter einer Palisade geschützt. Diese Mühle ist
einzigartig, sowohl in Irongo als auch viele Kilometer im Umkreis. Sie erspart
den Frauen des Dorfes zahllose Stunden ermüdende Handarbeit oder lange Gehwege
nach Walungu, um das Maniok mahlen zu lassen.
Nach Einweihung der Mühle und dessen Taufe (mit Bier !) durch Nicole le Bussy,
die als aktives Mitglied der AAPK drei Monate vor Ort tätig war, erfolgt die
erste Vorführung der Anlage. Jeder kann mit Freude die schnelle Arbeit
bewundern, ganz im Kontrast zur früheren mühevollen und zeitraubenden
Handarbeit. Dann kommen die öffentlichen Reden : Déogratias Murhega,
Präsident der Organisation zur Ländlichen Entwicklung, unser Partner vor Ort,
erläutert die geleistete Arbeit und bedankt die AAPK für seine kostbare
Unterstützung bei der Initiierung des Projekts.
Er ermutigt die Bevölkerung dazu, dieses für die ländliche Gemeinschaft so
wichtige Instrument sorgfältig zu unterhalten. Er vergibt auch eine
Hoffnungsbotschaft für die Zukunft : das Dorf Irongo ist mit Hilfe der neuen
Mühle auf dem Weg der dauerhaften Entwicklung. Es folgt dann die Rede des
offiziellen Vertreters der Mitglieder der Organisation zur Ländlichen
Entwicklung, des Vorsitzenden der Vereinigung von Irongo, des Hauptleiters und
des Vertreters der Entwicklungskomitees. Und zum Schluss, die Danksagung und
Unterstützungsworte von Nicole.
Dann beginnt das Fest ! Die Frauen tragen ihre
schönsten Tücher zur Schau und Freude liest sich auf allen Gesichtern. Mit
Tanz, Gesang und Verteilen von Geschenken an die verdienstvollsten Leute wird
die Freude dieses kleinen und abgelegenen Dorfs gefeiert. Das Fest endet mit
einer geselligen Mahlzeit.
Diese Einweihung erfolgte nach sechs Monaten
Vorbereitung und Arbeit vor Ort. Sie bedeutet für unsere NRO den Beginn des
ersten landwirtschaftlichen Projektes. Die Organisation zur Ländlichen
Entwicklung möchte auch eine Kantine errichten, die das Dorf und die Schule
versorgen könnte. Wir hoffen, dass dieses Pilotunternehmen andere
landwirtschaftliche Projekte in der Region um das Krankenhaus nach sich zieht.
Ohne Ihre Hilfe gäbe es diese für die Bevölkerung vor Ort so wichtigen
Ergebnisse einfach nicht ! Besonders jetzt zum Jahresende möchten wir Sie
herzlich für Ihre großzügige Hilfe bedanken.
Spenden
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