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in der Region Walungu des südlichen Kivu!

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Tam-Tams aus Kivu

Mikroprojekte in Irongo - Dezember 2008

Dank Ihrer Hilfe konnte letztes Jahr ein Mikropilotprojekt im Bereich Nahrungssicherheit in Irongo eingeleitet werden. Das Dorg Irongo liegt im Südkivu, ein paar Stunden Fußmarsch von Walungu entfernt. Mit Hilfe unseres Partners vor Ort, der Organisation zur Ländlichen Entwicklung, finanzierte unsere NRO die Einrichtung einer Mühle, um das in der Gegend geerntete Maniok und Sorgho zu Mehl verarbeiten zu können. So machte die Gemeinschaft in Irongo dank Ihrer Hilfe einen weiteren Schritt in Richtung Autonomie in der Nahrungsbeschaffung. Unser langjähriger Einsatz im Krankenhaus von Walungu hat uns gelernt, wie wichtig Nahrungssicherheit für die Gesundheit der Menschen ist und wie sie es erlaubt, Dringlichkeitsinterventionen im Gesundheitsbereich zum Teil unnötig zu machen. Die Entwicklung der Nahrungssicherung ist demnach komplementär zur medizinischen Aktion.

Ein paar Zahlen veranschaulichen die geleistete Arbeit. Seit der Inbetriebnahme der Mühle erfreut diese sich einer wachsenden Beliebtheit. Im Durchschnitt nutzen jeden Monat ungefähr 500 Familien diese Möglichkeit, welche ihnen viel Zeit einspart. Ehe es die Mühle gab, brauchte jede Frau mehr als drei Stunden, um manuell 10 kg Maniocmehl zu mahlen. Heute genügen drei Minuten. Die im Umkreis von vielen Kilometern einzige Mühle erlaubt es jetzt den Familien mehr Zeit für Felderbebauung aufzubringen.

Im Laufe des Jahrs 2008 konnte der zweite Teil des Projektes verwirklicht werden, nämlich das Einrichten einer Kantine neben der Mühle. Da der am nächsten gelegene Laden mehrere Stunden zu Fuß entfernt ist, ist die Nützlichkeit eines kleinen Depots für alltäglich notwendige Produkte offenkundig. Mit Hilfe der Organisation zur Ländlichen Entwicklung haben die Bewohner eine kleine Kantine eingerichtet, die seit Juli 2008 operationell ist. Der Andrang ist inzwischen schon sehr groß, ungefähr 1500 Kunden besuchen die Kantine jeden Monat. Unverderbliche Waren wie Reis, Salz, Zucker, Öl, Seife und verschiedene Schulsachen schmücken die Gestelle.

Das beschriebene Mikroprojekt ist als nachhaltige Entwicklung gedacht: die Einkommen der Kantine werden für den Unterhalt und die spätere Renovierung der Mühle eingesetzt. Ein großer Erfolg war die im November 2008 stattgefundene Einweihung der Mühle, an der auch Mitglieder der AAPK teilnahmen. Reden wurden gehalten, gemeinsame Festessen fanden statt, und die gute Laune und der fruchtbare Austausch zwischen Teilnehmern nährte die Begeisterung der örtlichen Bevölkerung für eine bessere Zukunft.

Wir hoffen mit Ihrer Hilfe im Jahr 2009 ein zusätzliches Projekt im Bereich Nahrungssicherheit einzuleiten. Dieses wird parallel zu unserem Einsatz im der Gesundheitsversorgung im Krankenhaus von Walungu verlaufen. Wir möchten Ihnen aufrichtig dafür danken, dass Sie uns all diese Arbeit ermöglichen. Unsere kleine NRO wünscht auch weiter konkret auf die vielen Bedürfnisse der Bevölkerung im Kivu eingehen zu können.

Besonders jetzt zum Jahresende möchten wir Ihnen herzlich für Ihre großzügige Hilfe danken.

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