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Dank Ihrer Hilfe konnte letztes Jahr ein Mikropilotprojekt im Bereich
Nahrungssicherheit in Irongo eingeleitet werden. Das Dorg Irongo liegt im
Südkivu, ein paar Stunden Fußmarsch von Walungu entfernt. Mit Hilfe unseres
Partners vor Ort, der Organisation zur Ländlichen Entwicklung, finanzierte
unsere NRO die Einrichtung einer Mühle, um das in der Gegend geerntete Maniok
und Sorgho zu Mehl verarbeiten zu können. So machte die Gemeinschaft in Irongo
dank Ihrer Hilfe einen weiteren Schritt in Richtung Autonomie in der
Nahrungsbeschaffung. Unser langjähriger Einsatz im Krankenhaus von Walungu hat
uns gelernt, wie wichtig Nahrungssicherheit für die Gesundheit der Menschen ist
und wie sie es erlaubt, Dringlichkeitsinterventionen im Gesundheitsbereich zum
Teil unnötig zu machen. Die Entwicklung der Nahrungssicherung ist demnach
komplementär zur medizinischen Aktion.
Ein paar Zahlen veranschaulichen die geleistete Arbeit. Seit der
Inbetriebnahme der Mühle erfreut diese sich einer wachsenden Beliebtheit. Im
Durchschnitt nutzen jeden Monat ungefähr 500 Familien diese Möglichkeit,
welche ihnen viel Zeit einspart. Ehe es die Mühle gab, brauchte jede Frau mehr
als drei Stunden, um manuell 10 kg Maniocmehl zu mahlen. Heute genügen drei
Minuten. Die im Umkreis von vielen Kilometern einzige Mühle erlaubt es jetzt
den Familien mehr Zeit für Felderbebauung aufzubringen.
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Im Laufe des Jahrs 2008 konnte der zweite Teil des Projektes verwirklicht
werden, nämlich das Einrichten einer Kantine neben der Mühle. Da der am
nächsten gelegene Laden mehrere Stunden zu Fuß entfernt ist, ist die
Nützlichkeit eines kleinen Depots für alltäglich notwendige Produkte
offenkundig. Mit Hilfe der Organisation zur Ländlichen Entwicklung haben die
Bewohner eine kleine Kantine eingerichtet, die seit Juli 2008 operationell ist.
Der Andrang ist inzwischen schon sehr groß, ungefähr 1500 Kunden besuchen die
Kantine jeden Monat. Unverderbliche Waren wie Reis, Salz, Zucker, Öl, Seife und
verschiedene Schulsachen schmücken die Gestelle. |
Das beschriebene Mikroprojekt
ist als nachhaltige Entwicklung gedacht: die Einkommen der Kantine werden für
den Unterhalt und die spätere Renovierung der Mühle eingesetzt. Ein großer
Erfolg war die im November 2008 stattgefundene Einweihung der Mühle, an der
auch Mitglieder der AAPK teilnahmen. Reden wurden gehalten, gemeinsame Festessen
fanden statt, und die gute Laune und der fruchtbare Austausch zwischen
Teilnehmern nährte die Begeisterung der örtlichen Bevölkerung für eine
bessere Zukunft.
Wir hoffen mit Ihrer Hilfe im Jahr 2009 ein zusätzliches Projekt im Bereich
Nahrungssicherheit einzuleiten. Dieses wird parallel zu unserem Einsatz im der
Gesundheitsversorgung im Krankenhaus von Walungu verlaufen. Wir möchten Ihnen
aufrichtig dafür danken, dass Sie uns all diese Arbeit ermöglichen. Unsere
kleine NRO wünscht auch weiter konkret auf die vielen Bedürfnisse der
Bevölkerung im Kivu eingehen zu können.
Besonders jetzt zum Jahresende möchten wir Ihnen herzlich für Ihre
großzügige Hilfe danken.
Spenden
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